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Text: UK Bremen - Unfallkasse Freie Hansestadt Bremen

Taxischeine

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Nach einem Unfall
– Wie Verletzte in Kindergarten und Schule richtig transportiert werden

– Taxischeine –

Wichtig ist es, im Verletzungsfall das nach Art und Schwere der Verletzung richtige Transportmittel zu wählen. Ersthelfer, Lehrkräfte und Erzieher/-innen sollten dabei nach bestem Wissen entscheiden. Sie können, falls ihre Wahl unbeabsichtigt nicht angemessen war, nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

Transport bei leichten Verletzungen
– Taxischeine –
Bei leichten Verletzungen (kleine Schürf- oder Schnittwunden, Splitter unter der Haut, leichte Prellungen an Armen oder Händen) kann der Verletzte zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Taxi zum nächstgelegenen Arzt gebracht werden. Es können in diesen Fällen auch zunächst die Eltern benachrichtigt werden, die so die Möglichkeit haben, ihr Kind zu einem Arzt ihrer Wahl zu bringen.

Kleinere und manchmal auch schwere Unfälle sind in Kindertagesstätten oder Schulen leider gar nicht so selten. Die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand etwa registrierten im Jahr 2009 insgesamt 1.366.086 meldepflichtige Schulunfälle – also Unfälle beim Besuch der Schule, einer Kindertagesstätte oder der Universität.

Wenn etwas passiert ist, müssen die Verletzten umgehend versorgt und, falls nötig, zum Arzt oder ins Krankenhaus transportiert werden. Je nach Alter und der Verletzung des Kindes sollte eine andere Person (Lehrkraft, Hausmeister, Sekretärin, Mitschüler) als Begleitperson zum Allgemeinmediziner, Hausarzt, Kinderarzt...  mitgehen. Kindergartenkinder müssen auf jeden Fall begleitet werden.

Die Begleitperson ist ebenfalls gesetzlich unfallversichert. Beeinträchtigt eine leichte Verletzung die Gehfähigkeit (Verletzung am Fuß oder am Bein), können die Verletzten auch mit einem privaten PKW transportiert werden. Hierbei stehen sowohl der Fahrer als auch der Verletzte selbst unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Kosten für diesen Transport übernimmt die zuständige Unfallkasse. Leichte Unfälle, die keine ärztliche Behandlung erfordern, sollten ins Verbandbuch eingetragen werden. So bleiben alle Ansprüche bei evtl. später auftretenden Unfallfolgen gewahrt. Die gesetzliche Unfallanzeige ist in diesen Fällen nicht nötig.

Um den Transport mit einem Taxi unbürokratisch zu ermöglichen, erhalten Sie bei der Unfallkasse „Taxi-Fahrscheine“, die Ihnen die bargeldlose Beauftragung eines Taxiunternehmens zum Transport eines durch einen Schulunfall verletzten Schülers ermöglichen. Der „Taxi-Fahrschein“ ist nach einem Unfall nur für die Fahrt zur ärztlichen Erstversorgung zu verwenden.

 

Transport bei schweren Verletzungen

Bei schweren Verletzungen (Knochenbruch, schwere Prellung, Gehirnerschütterung, stark blutende Wunde, Bewusstlosigkeit) ist ein professioneller Transport mit fachkundiger Begleitung im Rettungswagen, im Notarztwagen oder im Notfall sogar mit dem Hubschrauber erforderlich.

Im Bereich der Schülerunfallversicherung gilt die Besonderheit, dass jeder niedergelassene Arzt (auch Facharzt) zur Behandlung unfallverletzter Schüler berechtigt ist. Diesem ist mitzuteilen, dass ein Schulunfall vorliegt. Kommt dieser nach der Erstuntersuchung zu dem Ergebnis, dass eine Behandlungsdauer von mehr als einer Woche zu erwarten ist, wird er den Verletzten einem Durchgangsarzt vorstellen, der dann über das weitere Heilverfahren entscheidet.

Können Lehrer oder Erzieher/-innen die Schwere der Verletzung nicht einschätzen, sollte ein Arzt über den Transport entscheiden.

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Quelle: Taxischeine
URL:
[Stand: 17.01.2018, 01:52 Uhr]