Metanavigation:

Text: UK Bremen - Unfallkasse Freie Hansestadt Bremen

DGUV-Vorschrift 2

 

Leitet Herunterladen der Datei einDie DGUV Vorschrift 2 zum Download

Die neue DGUV Vorschrift 2 "Unfallverhütungsvorschrift - Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" steht ab sofort zum Download bereit.

- Die Reform im Überblick -

Grundbetreuung - Betriebsspezifische Betreuung - Grundlage Gefährdungsbeurteilung - Wahlmöglichkeiten für Kleinbetriebe:

Im April 2011 beginnt mit der DGUV-Vorschrift 2 eine neue Ära im Arbeitsschutz. Für die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten, wird durch die neue Unfallverhütungsvorschrift „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ erstmalig von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen ein gleichlautendes und aufeinander abgestimmtes Regelwerk eingeführt. Das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) wird damit in allen Betrieben, Bildungseinrichtungen und öffentlichen Verwaltungen in Deutschland einheitlich konkretisiert. Statt starrer Einsatzzeiten bestimmt ab April 2011 die individuelle betriebliche Gefährdung den Umfang der Betreuung. Die Gefährdungsbeurteilung wird der entscheidende Maßstab der Betreuungsleistung. Im Mittelpunkt der Reform steht das neue Konzept der Betreuung der Betriebe mit mehr als 10 Beschäftigten. Die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung besteht hier zukünftig aus zwei ganz neuen Komponenten:

Aus der Öffnet internen Link im aktuellen FensterGrundbetreuung, für die Einsatzzeiten vorgegeben werden und dann aus der in jedem Betrieb selbst zu ermittelnden Öffnet internen Link im aktuellen Fensterbetriebsspezifischen Betreuung. Statt starrer Einsatzzeiten bestimmt so die individuelle betriebliche Gefährdung maßgeblich den Umfang der Betreuung. Unternehmer und Behördenleiter erhalten durch die DGUV-Vorschrift 2 deutlich mehr Flexibilität bei der Erfüllung ihrer Pflichten aus dem ASIG. Sie werden hinsichtlich der Ausgestaltung der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung stärker in Verantwortung genommen und motiviert, sich mit Sicherheit und Gesundheit in ihren Betrieben auseinanderzusetzen.

 

Arbeitshilfen der Unfallkasse Freie Hansestadt Bremen
Das beschriebene neue Betreuungskonzept erfordert neue Herangehensweisen an die Ermittlungen der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Aufgaben und Leistungen. Die Unfallkasse Freie Hansestadt Bremen hat deshalb für Sie einige Arbeitshilfen zusammengestellt. Die Arbeitshilfen sollen Sie dabei unterstützen, das neue Betreuungsmodell transparent und bedarfsgerecht zu gestalten. Das Ermittlungsverfahren können Sie damit systematisch dokumentieren.

Leitet Herunterladen der Datei einArbeitshilfe Grundbetreuung Version 1.0
Hier berechnen Sie die grundsätzlichen Daten der Betreuung und legen den Umfang der Grundbetreuung anhand der Aufgabenfelder fest.

Leitet Herunterladen der Datei einArbeitshilfe Betriebsspezifische Betreuung 
Hier erfassen Sie die konkreten Maßnahmen, Leistungen und den Umfang der betriebsspezifischen Betreuung , die nicht in die Grundbetreuung einbezogen werden.

Leitet Herunterladen der Datei einArbeitshilfe Arbeitsmedizinische Vorsorge Version 1.0 als Teil der betriebsspezifischen Betreuung
Hier können Sie den Zeitaufwand für die individuellen Arbeitsmedizinischen Vorsorgemaßnahmen der betriebsspezifischen Betreuung abschätzen.

Leitet Herunterladen der Datei einArbeitshilfe Anhang 3 und 4 als Word-Dokument Version 1.0

Es handelt sich um Excel-Tabellen im Format „Excel 2000“. Die hellgelben Felder dienen der Eingabe von Ziffern oder Kreuzen zur Markierung. Auch sind vereinzelt Texteingaben (Namen, Betriebsbereiche etc.) möglich. Versierte Benutzer können die Arbeitshilfen nach Aufheben des Blattschutzes verändern und den betrieblichen Bedürfnissen anpassen. Bitte achten Sie darauf, im Anschluss den Blattschutz wieder herzustellen, um ein Überschreiben von Formeln zu verhindern.
Die Arbeitshilfen sollten immer im Zusammenhang mit einer Beratung durch Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit verwendet werden.


Weiterführende Informationen:

Leitet Herunterladen der Datei einHäufig gestellte Fragen (FAQ)

Leitet Herunterladen der Datei ein"DGUV Vorschrift 2 - Hintergrundinformationen für die Beratungspraxis"

WZ-Kode auf den Seiten des Statistischen Bundesamts
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.destatis.de/)

Leitet Herunterladen der Datei ein"Betriebliche Anwendungsbeispiele zur Umsetzung der DGUV Vorschrift 2"

 

      

 

 

 

 

 

 

 

Grundbetreuung


Die Grundbetreuung besteht aus einem zeitlichen Rahmen, den sich Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit teilen. Dabei gibt es Schutzklauseln, die eine Mindestbeteiligung der jeweiligen Fachkompetenz sicherstellen. So ist jede Fraktion mit mindestens 20% der Zeit, jedoch mindestens 0,2 Stunden pro Beschäftigtem im Jahr, zu beteiligen. Eine sach- und fachgerechte Verteilung der Betreuungszeiten schlagen die derzeit betreuenden Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit dem Unternehmer und dem Personal-/Betriebsrat vor. Unternehmer und Personal-/Betriebsrat haben dann im Rahmen der betrieblichen Mitbestimmung die letztendliche Verteilung der Grundbetreuungszeiten zu vereinbaren.
Die unterschiedlichen Gefährdungslagen der betrieblichen Branchen werden durch die drei Betreuungsgruppen berücksichtigt:

  • Gruppe I mit 2,5 h/MA und Jahr
  • Gruppe II mit 1,5 h/MA und Jahr
  • Gruppe III mit 0,5 h/MA und Jahr

In welche Gruppe Ihr Betrieb einzuordnen ist, können Sie der Anlage 2 der DGUV Vorschrift 2 entnehmen. Der dort verwendete „WZ 2008“-Kode ist bundesweit für alle Betriebe – egal ob öffentlich oder gewerblich – gleich. Sollten Sie Ihren Betrieb nicht auf Anhieb in der Liste wieder finden, so steht Ihnen Ihre zuständige Aufsichtsperson gerne für Auskünfte zur Verfügung. Die Grundbetreuung umfasst die in Anlage 2 der DGUV Vorschrift 2 klar definierten Aufgabenfelder. Die Grundbetreuung ist darauf ausgerichtet, den Arbeitgeber darin zu unterstützen, seine im Arbeitsschutzgesetz festgelegten Pflichten zu erfüllen, die kontinuierlich anfallen. Auf diese Basisaufgaben des betrieblichen Arbeitsschutzes konzentrieren sich die Leistungen von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten im Rahmen der Grundbetreuung.


Öffnet internen Link im aktuellen Fensterzurück nach oben

 

Betriebsspezifische Betreuung


Alle über den branchenspezifischen Teil der Grundbetreuung hinausgehende und alle individuellen Maßnahmen und Leistungen – also auch alle arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen – finden Eingang in den Betriebsspezifischen Teil der Betreuung. Anstelle von Betreuungszeiten stehen hier im wesentlichen zu erbringende Leistungen, wie sie beispielhaft im Anhang 4 der DGUV Vorschrift 2 der Unfallkasse Berlin genannt sind, im Mittelpunkt. Der Unternehmer ist verpflichtet, dauerhafte oder anlassbezogene Aktivitäten der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung zusätzlich zur Grundbetreuung zu ermitteln und festzulegen. Der neue Ansatz besteht darin, dass zunächst bedarfsbezogen die zu erbringenden Leistungen ermittelt und festgelegt werden und erst anschließend die notwendigen Zeiten vereinbart werden. In Einzelfällen können auch pauschalierte Leistungen vereinbart werden (z. B. 14 mal Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen für Tätigkeiten an Bildschirmgeräten, gemäß ArbMedVV Anhang Teil 4).
Die Mitwirkungsrechte der Personalvertretungen sind bei der Festlegung konkreter Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu berücksichtigen (vgl. §85 PersVG bzw. §§87, 89 BetrVG) .


Öffnet internen Link im aktuellen Fensterzurück nach oben

Wenn Sie diesen Text lesen können, dann beherrscht Ihr Browser den Web-Standard Cascading Style Sheets (CSS) nicht oder nur mangelhaft. Wir verwenden CSS zur Formatierung der Seiten, bitte wundern Sie sich daher nicht, wenn mangels CSS die Darstellung nun etwas seltsam erscheint.

Quelle: DGUV-Vorschrift 2
URL:
[Stand: 27.06.2017, 07:16 Uhr]